Volontariat “Digital Public History”: Victoria Meindlhumer stellt sich vor

„Das macht man halt so“. Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich diesen oder ähnliche Sätze als Begründung für eine bestimmte Nutzung digitaler Tools im beruflichen, aber auch im privaten Kontext gehört habe. Um ehrlich zu sein: Ich habe mich auch selbst schon bei ihrer Verwendung ertappt. Wenn die Nutzung von digitalen Anwendungen zum Selbstzweck verkommt, lautet das Zauberwort: Reflexion. Digital Public History stellt die Frage nach dem „Warum“ vor dem „Wie“ ins Zentrum und ist begleitet von einem stetigen Nachdenken über die Potentiale und Grenzen digitaler Tools.  

Ich bin im Bezirk Eferding in Oberösterreich aufgewachsen und lebe seit 2017 in Wien. Schon in meinem Bachelorstudium für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft habe ich ein großes Interesse an gesellschaftlichen Aushandlungs- und Wandlungsprozessen, insbesondere im Kontext von sozialen Bewegungen, entwickelt. Um die für die Untersuchung solcher Prozesse notwendigen historischen Fertigkeiten zu erwerben, habe ich mein Masterstudium in Zeitgeschichte und Medien begonnen. Im Zuge des Masterstudiums hat mich meine weitere Auseinandersetzung mit Identität, Erinnerungspraktiken und vergangenheitsbezogenen Aushandlungsprozessen in die Public History geführt.

Im Volontariat Digital Public History sehe ich eine Brücke, die meine bisher erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten mit meinen beruflichen Zielen verbindet. Mit den verschiedenen Tools der digitalen Public History bin ich durch mein Bachelorstudium, einen Lehrgang für Kulturvermittlung sowie meine berufliche Tätigkeit in verschiedenen Kulturinstitutionen bereits in Berührung gekommen. Vom Volontariat erhoffe ich mir zum einen eine Vertiefung dieser Kenntnisse, zum anderen den Erwerb eines Basis- und Reflexionswissens, das über die praktische Anwendung hinausgeht und im Berufsalltag oft zu kurz kommt. Ich möchte die Zeit nutzen, um mein Wissen im Bereich der (digitalen) Wissenschaftskommunikation auszubauen und so auch meinem aktuellen beruflichen Ziel einen Schritt näher zu kommen: der musealen Public History.

Beitragsbild (c) 2024 excl. Victoria Meindlhumer

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